VEG Finowfurt

Strukturänderungen

Ab 1967/68 entwickelten sich kooperative Beziehungen zur LPG Finowfurt und ab 1969 wurde die Pflanzenproduktion gemeinsam durchgeführt.
1970 bis 1971 wurden die Vorbereitungen zur Bildung der kooperativen Abteilung Pflanzen Produktion (KAP) geschaffen. Gemeinsam mit der LPG Britz/ Golzow und der LPG Lichterfelde, in die die LPG Finowfurt bereits integriert war, wurde am 01.01.1972 die KAP mit einer Fläche von 4650 ha gegründet. Zu der landwirtschaftlichen Nutzfläche gehörten 1600 ha Gülleveregnungsfläche. Auf vertraglicher Basis der Kooperationspartner erfolgte die Produktion von Futter, Marktfrüchten und Gemüse nach einem eigenen Finanzplan. Entsprechend der eingebrachten Fläche erfolgte die Verteilung der finanziellen Erträge an die Stammbetriebe nach ermittelten Verrechnungspreisen. Die KAP war gegenüber den Stammbetrieben (VEG und LPG) rechenschaftspflichtig. Der Kooperationsrat war weisungsberechtigt.
Zur optimalen Verwertung des Futters wurde 1976 der Bau des Trockenwerkes in Lichterfelde als zwischenbetriebliche Einrichtung der KAP, sowie der LPG Großziethen, Althüttendorf, Friedrichswalde und Parlow realisiert.
Am 01.01.1977 wurde die KAP in das VEG Pflanzenproduktion Britz, die LPG Lichterfelde in die LPG Tierproduktion Lichterfelde und das VEG in das VEG Tierproduktion Finowfurt umgebildet.
Die ehemalige Mühle Porey in Finow wurde als gemeinsames Mischfutterwerk für die Versorgung der Tierbestände der Kooperation mit Mischfutter eingerichtet.
In den Jahren 1967 bis 1969 wurden die Voraussetzungen für die zwischenbetriebliche Einrichtung (ZBE) Frischeier Finowfurt geschaffen. Elf LPG und VEG der Kreise Eberswalde und Angermünde gliederten ihre bisherige Eierproduktion aus und produzierten auf kooperativer Basis mit 22000 Legehennen ca. 40 Millionen Eier im Jahr.
Mit dieser Entscheidung stellte der Geflügelzuchtbetrieb des VEG Finowfurt in Sandkrug die Produktion ein und das Personal zum überwiegenden Teil in die ZBE Frischeier eingegliedert. Die vorhandenen Herdbuch-Zuchtbestände an Enten und Gänsen wurden aufgelöst. Die Acker- und Wiesenflächen wurden vom VEG und anschließend von der KAP bewirtschaftet.
1968 wurde die neu erbaute Milchviehanlage für 600 Kühe am Kanal in der Werbelliner Straße in Finowfurt mit verbesserten Arbeitsbedingungen und höherer Produktivität in Betrieb genommen.
1975 wurde das VEG Finowfurt mit dem VEG Sarnow zusammengelegt. Damit kam ein weiterer umfangreicher Produktionszweig, die Jungrinderaufzucht mit 1200 Jungrindern in Schluft zum VEG.
1979 wurden die alten Stallanlagen auf dem Wirtschaftshof Sarnow zum Zweck der Hormonserumproduktion mit Pferden umgebaut. In enger Zusammenarbeit mit dem Serumwerk Dessau erfolgte die Erzeugung von Serum von tragenden Stuten.
Mit Wirkung vom 31.12.1980 wurde auf Beschluss der Bezirksleitung der SED eine juristische Teilung des VEG Tierproduktion in die VEG (T) Finowfurt und VEG (T) Sarnow vorgenommen.
Diese kurzfristige Entscheidung hatte politische Gründe und verlief nicht problemlos. In den verflossenen fünf Jahren wurden enge Verflechtungen zwischen den Abteilungen geschaffen, die es in kurzer Zeit zu entflechten galt.