Gewächshaus Buckow

Entwicklungsphasen der Gewächshausanlage

Der Probelauf des Heizhauses erfolgte im Winter 1962/63. Um die Weihnachtszeit
herrschten minus 25 Grad Frost. Rund 25 t Braunkohlenbriketts waren für 24 Stunden
erforderlich, um in den Gewächshäusern plus 20 Grad zu halten, die für die Gurkentreiberei nötig waren. Für eine Heizperiode waren 1000 t Briketts geplant. Im Winterbetrieb wurde die Heizung in drei Schichten betrieben. Um Stromausfällen zu begegnen, wurde ein 15 kW-Notstromaggregat im Verbinder eingebaut. Bis in die 70-ger Jahre wurden Briketts und Gaskoks verheizt. Nach einer Havarie wurde der Kokslieferant, das Gaswerk Eberswalde, stillgelegt, wodurch die Kokszulieferung entfiel. Als Ausgleich und als Ersatz für einen Teil der Briketts wurde Rohbraunkohle bereitgestellt, wofür die Niederdruckdampfkessel nicht geeignet waren. Auch der Einbau eines Gebläses im Schornstein brachte keine Verbesserung des Heizeffektes. Nachteilig war der erhöhte Russanfall, der über die Luft die Glasflächen verschmutzte und so Ertragsminderungen zur Folge hatte.
1983/84 wurde mit einem Investitionsaufwand von 600 TM die Niederdruckdampfheizung durch eine Warmwasserheizung ersetzt. Das brachte durch die Montage von etwa 6500 m Heizrohre und eine Tauleitung gleichmäßige Temperaturen in den Gewächshäusern.
Der Schornstein, lange Zeit das Wahrzeichen von Buckow, war immer ein Sorgenkind. 1976 nach einem Schornsteinbrand musste er abgerissen und neu gebaut werden. Der neue Schornstein bekam nach 10-jähriger Nutzung Risse, wahrscheinlich verursacht durch die nasse Rohbraunkohle. Zur Sicherung seiner Standfestigkeit wurden Metallbänder von außen um ihn herum gelegt.