Gemeinschaftsinvestition „Kombinierte Wasser-, Abwasser- und Gülleverregnung Berlin-Eberswalde“

Anfang

  • In den Jahren um 1970 – 85 wurden zur Ableitung und Verwertung der im VEB Schweinezucht- und Mastkombinat Eberswalde (SZME) anfallenden Schweinegülle von bis zu 1,5 Mio. m³/a (ca. 3 % des Gesamtmengenanfalls in der DDR 1988) großflächig landwirtschaftlich genutzte Beregnungsflächen von 8.200 ha Fb durch komplexmeliorative Erschließungsmaßnahmen geschaffen.
  • Die Schweinegülleaufbereitung erfolgte im langjährigen Praxisbetrieb nur noch mechanisch.
  • Erprobungen bis zur vollbiologischen Reinigung mit Überschussschlammtrocknung, jedoch ohne Nährstoffeliminierung in einer Pilotanlage, erreichten nicht die Grenzparameter zur Vorfluteinleitung mit wirtschaftlichem Aufwand.
  • Die mechanische Güllebehandlung lief über zwei parallel geschaltete Industrie-Eindicker (Abläufe Gülleflüssigkeit) mit nachfolgender Separation eingedickter Sedimentschlämme (Abläufe Fugat).
  • Mit der mechanischen Güllebehandlung wurde prozessstabil ein für die „gezielte landwirtschaftliche Verwertung geeigneter Aufbereitungsgrad“ erreicht:
    ¤  förder- und beregnungstechnisch wie Klarwasser;
    ¤  planmäßig garantiert stabile Nährstoffinhalte (N, K, P).
  • Ungünstig und somit ungelöst blieben umweltrelevant ein hoher pH-Wert und die daraus resultierende Ammoniakverdunstung.
  • In der Praxis konnten zu wesentlichen Fruchtarten bemerkenswert hohe Bedarfsdeckungsraten N aus Gülleflüssigkeiten erreicht werden.
  • Das Gesamtsystem mit zwei weitentfernt liegenden Gülle – Abwasser – Anfallorten außerhalb der Verregnungsgebiete und dem Finowkanal als Quelle von Beregnungszusatzwasser aus der Havel gilt technisch-technologisch europaweit als eine einmalige Lösung.